Jede Frau hat das Recht, über ihre Sexualität und Familienplanung frei zu entscheiden, somit muss auch der Zugang von Verhütungsmitteln möglich sein. (Stellungnahme des Paritätischen Nds. und der Frauenberatung Verden zur Finanzierung von Verhütungsmitteln).

Kostenübernahme von Verhütungsmitteln

Seit Inkrafttreten, des Gesundheits­modernisierungs­gesetzes besteht ein Anspruch auf Versorgung mit ärzlich verordneten Mitteln (Pille, Hormonpflaster, keine Kondome) zur Familienplanung nur noch bis zum vollendeten 20. Lebensjahr.

Die Frauenberatung Verden übernimmt ab März 2017 ärztlich verordnete Verhütungsmittel für alle Frauen ab 20 Jahren im Landkreis Verden, die Sozialhilfe, ALG II oder Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz beziehen, bis auf Bundesebene eine Lösung für die Finanzierung gefunden wird.

Die Übernahme der Kosten ist eine feiwillige Leistung des Landkreises Verden, ein Rechtsanspruch besteht nicht.
Anträge können seit März 2017 gestellt werden.

Wir beraten Sie gern.

Bin ich berechtigt?

Sie können einen Antrag auf Kostenübernahme für ärztlich verordnete Verhütungsmittel (keine Kondoem, Pille, Hormonpflaster) stellen, wenn für Sie folgendes zutrifft:

  • Sie haben ihren Wohnsitz im Landkreis Verden
  • Sie sind mindestens 20 Jahre und erhalten eine der folgenden Leistungen
    • Arbeitslosengeld II
    • Grundsicherung/Hilfe zum Lebensunterhalt nach dem SBG XII oder
    • Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz

Wenn Sie die Voraussetzungen erfüllen erhalten Sie eine Bescheinigung zur Kostenübernahme für die Apotheke oder Arztpraxis.

Sie müssen das Verhütungsmittel nicht selbst bezahlen.

Antragstellung nur nach vorheriger Terminabsprache!