Alle Menschen haben das Recht, über ihre Sexualität und Familienplanung frei zu entscheiden, somit muss auch der Zugang zu Verhütungsmitteln möglich sein. (Stellungnahme des Paritätischen Nds. und der Frauenberatung Verden zur Finanzierung von Verhütungsmitteln).

Kostenübernahme von Verhütungsmitteln

Seit Inkrafttreten, des Gesundheits­modernisierungs­gesetzes besteht ein Anspruch auf Versorgung mit ärzlich verordneten Mitteln (Pille, Hormonpflaster, keine Kondome) zur Familienplanung nur noch bis zum vollendeten 20. bzw. seit Anfang 2019 bis zum vollendeten 22. Lebensjahr.

Die Frauenberatung Verden übernimmt ab März 2017 ärztlich verordnete Verhütungsmittel für alle Frauen* ab 22 Jahren im Landkreis Verden, die Sozialhilfe, ALG II oder Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz beziehen, bis auf Bundesebene eine Lösung für die Finanzierung gefunden wird.

Die Übernahme der Kosten ist eine freiwillige Leistung des Landkreises Verden, ein Rechtsanspruch besteht nicht.
Anträge können seit März 2017 gestellt werden.

Wir beraten Sie gern.

Bin ich berechtigt?

Sie können einen Antrag auf Kostenübernahme für ärztlich verordnete Verhütungsmittel (keine Kondoem, Pille, Hormonpflaster) stellen, wenn für Sie folgendes zutrifft:

  • Sie haben ihren Wohnsitz im Landkreis Verden
  • Sie sind mindestens 22 Jahre und erhalten eine der folgenden Leistungen
    • Arbeitslosengeld II
    • Grundsicherung/Hilfe zum Lebensunterhalt nach dem SBG XII oder
    • Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz

Wenn Sie die Voraussetzungen erfüllen erhalten Sie eine Bescheinigung zur Kostenübernahme für die Apotheke oder Arztpraxis.

Sie müssen das Verhütungsmittel nicht selbst bezahlen.

Antragstellung nur nach vorheriger Terminabsprache!